Aus der Praxis: Die E-Food-Revolution

Inhalt

Marktbewegung: Food geht online

  • Pure Player in Aktion
  • Was die Kunden wollen
  • Wandel im Lebensmittelhandel
  • Marktpotenzial/Neue Möglichkeiten durch E-Food
  • Stationärer Handel/Pure Player
  • Marketing Automation
  • Mobile Services
  • Content Marketing
  • Personalisierung
  • Social Media Services
  • Cross Channel-Services

Trends und Pilotprojekte

  • Crowd Sourcing
  • MyWays
  • REWE-eigene Zustellflotten
  • myTaxis
  • Lockbox
  • Intelligente Briefkästen
  • MITMACHKURIER
  • Tiramizoo
  • Im Test: Minidrohnen Amazon

Marktbewegung: Food geht online

Aktuelle Trends, Entwicklungen sowie Studienergebnisse aus dem Lebensmittelmarkt belegen, E-Food ist im stetigen Wachstum. Das Internet bietet stationären Händlern neue Chancen – zugleich setzt es sie unter Zugzwang. Pure Player drängen in den Markt, die Marktanteile werden durch das Internet neu aufgeteilt. Konsumentenansprüche ändern sich durch den technischen Fortschritt. Jetzt gilt es für Händler, E-Food nicht anderen zu überlassen und sich Zukunftschancen zu sichern.

England Vorreiter

Anders als in Großbritannien sind die Konsumenten in Deutschland noch sehr verhalten, was den Einkauf von Lebensmitteln im Internet angeht. So wurden im Jahr 2012 in UK 5,5 Milliarden Euro über den Online-Kanal umgesetzt, in Deutschland waren es lediglich 540 Millionen Euro.

Amazon vorn

Von der niedrigen Umsatz-Zahl sollte man sich nicht täuschen lassen. Das Internet lässt sich auch im deutschen Lebensmittel-Markt nicht mehr aufhalten: Online Pure Player wie Amazon drängen in den Markt und wollen vom E-Food-Anteil etwas abbekommen. Etablierte deutsche Lebensmittelhändler starten mit ersten Online-Shopping-Services, damit sie sich eine gute Position im Wettbewerbsumfeld sichern. Aktuell hat Amazon die Nase vorn, was das Ranking von Webshops angeht, die zum Lebensmitteleinkauf genutzt werden (Ergebnis einer gestützten Umfrage, 2014 Fittkau & Maaß Consulting).

Studie: 36% wollen Lebensmittel im Netz kaufen

Die Ansprüche und Verhaltensweisen von Konsumenten verändern sich durch den technischen Fortschritt und den schnellen Wandel im Online Shopping in immer kürzeren Abständen. 36% der Befragten einer aktuellen Studie von Ernst & Young gehen davon aus, dass sie Lebensmittel zukünftig überwiegend im Internet kaufen. Grundsätzlich zeichnet sich ab, dass der Konsument sich auch beim Lebensmittel-Einkauf an den Online-Kanal gewöhnt. Zudem zeigt die Studie auf, dass Lebensmitteleinkäufer an eine deutliche Verbesserung des Internet-Angebots in den nächsten Jahren glauben.

Family Shopper wichtige Zielgruppe

Als eine lukrative Zielgruppe zeichnen sich die Family Shopper ab, insbesondere wenn beide Elternteile berufstätig sind. Sie benötigen in der Regel einen höheren Anteil an Lebensmitteln und greifen schon allein aus Zeitmangel gern auf Online-Einkaufsmöglichkeiten zurück. 64% von ihnen denken daran, zukünftig digitale Einkaufskanäle zu nutzen, so ein Umfrage-Ergebnis der aktuellen Ernst & Young-Studie.

Gourmet Shopper

Auch die kaufkräftigen Gourmet Shopper, die immer auf der Suche nach etwas Besonderem sind, beabsichtigen laut der Umfrage zu 48%, zukünftig den Online-Kanal zu nutzen.

Wachsende Zielgruppe: Senioren

Für Ältere und in der Mobilität eingeschränkte Personen stellt eine Online-Bestell-Möglichkeit eine echte Lebenshilfe dar, wodurch sich eine weitere potentielle Zielgruppe für E-Food ergibt. Zum einen wird diese Zielgruppe größer, da die Gesamtbevölkerung altert, und zum anderen wird die Nutzung des Internets auch in dieser Zielgruppe immer selbstverständlicher. 60 Mrd. Umsatz werden neu verteilt Der Cross-Channel- und Online-Anteil im Lebensmittelhandel vergrößert sich laut Ernst & Young bis 2020 auf einen Anteil von 30% des gesamten Marktes. 60 Mrd. EUR stehen somit laut deren Berechnungen zur Neuverteilung an. Diese Bewegung eröffnet jedem einzelnen Händler die Chance, seinen Marktanteil zu vergrößern.

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