Was die besten Unternehmen so viel besser macht

Inhalt:

Ausgangslage

  • Konstruktive Kapitalismuskritik”
  • Ansätze für eine neue Ökonomie

Werte und Wertschöpfung

  • Fairer Ausgleich?
  • Werte schaffen
  • Nutzenorientierung

Das zukunftsorientierte Denken

  • Die neue Logik des Profits
  • Die Meta-Positionierung
  • Abschied von der Planung
  • Visionen zählen
  • Konsequenzen für die Strategiearbeit
  • Vom Management zurück zur Führung

Die Chancen des Kapitalismus


Ausgangslage

Konstruktive Kapitalismuskritik

Immer mehr kritische Töne

Ist der Kapitalismus noch zu retten? Wird er den nächsten Stresstest überstehen? Klimakrise, Umweltkrise, Ernährungskrise, Wirtschafts- und Finanzkrise – nachhaltige Entwicklung sieht anders aus. Weltweit wachsen die Zweifel am westlichen Ökonomie-Modell, das multiple Krisen erst begünstigte und dann schuf. Geradezu linksradikal urteilt der neue Papst Franziskus: „Diese Wirtschaft tötet.“ Eine drastischere Predigt gibt es nicht. Das wird zu einer der größten Herausforderungen für Unternehmer und Manager nicht erst in den nächsten Jahren, sondern schon morgen und übermorgen.

Selbstzerstörung?

Die Kapitalismuskritik ist so alt wie der Kapitalismus. Sein Niedergang oder Ende wird bis heute immer wieder angekündigt. „Der Kapitalismus versagt“, äußerte sich Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Wenig optimistisch ist auch Meinhard Miegel, Vorstand des wachstumskritischen Thinktanks „Denkwerk Zukunft“, weil unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung „beinhart“ die Grundlagen ihres eigenen Erfolges vernichtet. Im Kapitalismus schlummere mit der Ungleichheit eine „selbstzerstörerische Kraft“ schreibt Thomas Piketty in seinem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“.

Neues Denken

Und der Gesellschaftskritiker Jeremy Rifkin malt mit seinen jüngsten Abschiedsworten bereits das Morgenrot einer neuen Wirtschaftsordnung, ein neues Paradigma – die „kollaborativen Commons“. Bis 2050, so seine letzte Zukunftsbeschreibung, werden Kollektive mit Gemeingütern nach und nach Unternehmen und Privatwirtschaft verdrängen. Die „kollaborativen Commons“, die jetzt die Weltbühne betreten, seien das erste neue ökonomische Narrativ seit dem Aufkommen von Kapitalismus und Sozialismus im frühen 19. Jahrhundert, das tatsächlich Wurzeln zu schlagen vermag. Und sie brächten einen grundlegenden Wandel in der Organisation unseres Wirtschaftslebens.

Ansätze für eine neue Ökonomie

Ausbalanciertes Wertesystem Ein anderes Szenario ist denkbar, ausgehend von den Entwicklungen und Perspektiven, die bereits zu sehen sind, aber noch nie beschrieben wurden. Vorstellbar ist, dass der Kapitalismus erst vor seiner Blüte steht, seinem Triumph, in der die Sozialwirtschaft nicht die Marktwirtschaft in den Schatten stellt, sondern beide miteinander vereint. Das ist eine Ökonomie, in der der Kapitalismus seine zentralen Versprechen endlich einlöst „für ein optimales gesellschaftliches Wohl“. Ein neu ausbalanciertes Wertesystem zwischen Unternehmen und Verbrauchern ist darin das Leitmotiv, das den Profit für die Erzeuger von Produkten und Dienstleistungen in gleichem Maße steigert wie den Nutzen für ihre Abnehmer und Käufer.

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Über den Autor

Dr. Dieter Heinrich