B2B-Marktplätze: Risiken und Chancen für mittelständische Unternehmen

Inhalt

Marktbewegung: Online-Marktplätze drängen in den B2B-Markt

  • Nach B2C nun B2B
  • Kampf um Marktanteile: Amazon kommt
  • Marktplatz alibaba.com in China größter B2B-Marktplatz

Chancen für Hersteller und Händler

  • Schneller und großflächiger internationaler Marktzugang
  • Marketing-Schlagkraft etablierter Marktplätze
  • Etablierte Infrastrukturen und Beziehungen in internationalen Gewässern
  • Etablierte Marktplätze als Türöffner durch hohes Kundenvertrauen

Herausforderungen für Hersteller und Händler

  • Preisdruck erhöht sich
  • Internationalisierung befeuert Konkurrenzkampf
  • Ungeschützte Unternehmens-Assets und kein Einfluss auf Angebotspräsentation

Starke Position sichern: Awareness durch Marktplätze und Exklusivität im eigenen Shop

  • Inhalte und Angebotsinszenierung (Content Commerce)
  • Personalisierung und Mass Customization
  • Beratung und persönliche Nähe
  • Multichannel-Retailing-Services
  • Procurement-Prozesse – vereinfacht und automatisiert
  • Services im Wertschöpfungsprozess des Kunden
  • After-Sales-Services
  • Sortiment

Differenzierung im eigenen Kanal: Vereinfacht realisieren mit einer Marketing Suite


Marktbewegung: Online-Marktplätze drängen in den B2B-Markt

Nach B2C nun B2B

Im E-Commerce-Vorreiter-Markt „B2C“ haben sich eindeutige Machtstrukturen eingeschliffen: 42,69% des gesamten deutschen E-Commerce-Umsatzes fallen auf Marktplätze, wobei sich davon Amazon mit 24% und ebay mit 18% fast den gesamten Marktplatzanteil einverleiben. Über eigene Shops werden 57% des Gesamtumsatzes vom deutschen E-Commerce-Markt realisiert. Der Online-Markt im B2B hingegen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verteilt. Der Kampf um Anteile ist in vollem Gange. Wer jetzt dabei ist, hat große Wachstumschancen. Etablierte B2B-Unternehmen wappnen sich mit einer zukunftsfähigen Online-Shop-Plattform, auch Hersteller nutzen den Online-Kanal und gehen verstärkt in den Direktvertrieb. Analog des E-Commerce-Vorreiter-Marktes „B2C“ ist zukünftig auch im B2B mit einem entscheidenden Einfluss von wenigen Online-Marktplätzen zu rechnen.

Kampf um Marktanteile: Amazon kommt

Im Online-Markt gibt es weltweit derzeit ca. 1.500 B2B-Marktplätze und -Verzeichnisse, darunter zeichnen sich entscheidende Player ab: Mit dem Launch des Marktplatzes Amazon Business (ehemals AmazonSupply) im April 2015 möchte der E-Commerce-Gigant Amazon nun auch den B2B-Markt für sich erobern. Mehr als 250 Millionen Artikel sind bereits erhältlich, Produktkategorien wie Industriegüter und Bürobedarf werden angeboten.

Auch im B2B verfolgt Amazon das Ziel, die weltgrößte Auswahl für Kunden anzubieten. Spezielle Features und Services, die den Ver- bzw. Einkauf im B2B-Umfeld erleichtern, werden vorgehalten und stetig ausgebaut. Diese beinhalten wichtige Funktionen und Services wie Mengenrabatt-Vergabemöglichkeit, Multi-User-Accounts, zentrale Genehmigungsinstanzen, Anpassungsmöglichkeiten von Beschaffungs- und Genehmigungs-Workflows, Gratis-Tageslieferung, Kreditvergaben und Zwischenfinanzierungen.

Zudem bietet der Marktplatz Standardschnittstellen zu führenden Procurement-Systemen von Unternehmen (u.a. SAP, Oracle oder Ariba). Derzeit ist Amazon Business nur für die USA geschaltet, mit einem Roll-out in weitere Länder ist zu rechnen.

Marktplatz alibaba.com in China größter B2B-Marktplatz

Alibaba hat bereits Amazon überflügelt

Der Marktplatz Alibaba.com aus China ist hierzulande noch weniger bekannt, weltweit jedoch das größte B2B-Portal mit zunehmender Bedeutung für B2B-Unternehmen aus Exportländern wie Deutschland. Bis 2020 soll der chinesische E-Commerce-Markt den Umsatz der USA, UK, Japan, Deutschland und Frankreich zusammen erwirtschaften. Den gewaltigen Markt dominiert die Alibaba Group, die aus weiteren B2B- und B2C-Gesellschaften besteht, mit bis zu 75% Marktanteil in den einzelnen Segmenten schon fast monopolartig. Im Jahr 2013 lag der Gewinn der Alibaba Group über dem von Amazon und ebay zusammen.

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