Mit Additive Minds zur Additiven Fertigung

Die Additive Fertigung (AM) – auch bekannt unter dem Stichwort industrieller 3D Druck – wurde anfangs vor allem im Prototypenumfeld zur Herstellung von Anschauungs- und Funktionsprototypen genutzt. Seitdem hat sich viel getan. Mittlerweile hat die Technologie einen Reifegrad erreicht, der es Kunden erlaubt, damit Komponenten und Endteile in Serie herzustellen.

Unternehmen sehen sich derzeit mit einer Welle digitaler Disruption konfrontiert. Dies zieht im Rahmen von Industrie 4.0 u.a. auch eine Digitalisierung der Fertigung nach sich. Der industrielle 3D Druck ist dabei als digitale Technologie einer der zentralen Faktoren auf dem Weg hin zur smarten Fabrik der Zukunft. Damit wird die Technologie für viele Unternehmen zum Game Changer.

Mit der additive Fertigung Märkte disruptiv verändern  

Innovationszyklen werden immer kürzer, gleichzeitig müssen Unternehmen immer flexibler auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren. Es gilt, einerseits existierendes Geschäft in zunehmend härter werdenden Wettbewerbsumfeldern zu stärken. Oder andererseits  sogar völlig neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Der Einsatz neuer, innovativer Technologien wie dem industriellen 3D Druck hilft Unternehmen auf diesem Weg, zieht aber i.d.R. auch disruptive Veränderungen im gesamten Unternehmen nach sich. Der Mensch – und damit auch die Transformationsfähigkeit von Managern und Ingenieuren – wird so neben der Technologie zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Denn eine Entscheidung für die Additive Fertigung bietet ganz neue Freiheitsgrade einerseits, setzt aber andererseits auch ein grundlegendes Umdenken in Konstruktion und Fertigung voraus.

Additive Minds als neue Beratungssparte

EOS hat in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen in Zuge dieses Transformationsprozesses häufig noch Unterstützung brauchen und hat mit „Additive Minds“ eine bisher in der AM-Industrie einmalige Beratungssparte gegründet, die aus  Ingenieuren und Beratern besteht. Sie unterstützt Unternehmen aktiv dabei, ihre Lernkurve im Hinblick auf den industriellen 3D Druck erheblich zu beschleunigen und gleichzeitig die notwendigen technischen Kompetenzen für einen erfolgreichen Produktionseinsatz aufzubauen.

Auf Basis von über 300 betreuten Kundenprojekten hat EOS vier Phasen identifiziert, die Kunden bei der Einführung des industriellen 3D Drucks typischerweise durchlaufen. Wird dieser Prozess, wo gewünscht mit Unterstützung von EOS, erfolgreich bewältigt, kann die Technologie ihr volles Potential entfalten.

  1. Die richtige(n) Anwendung(en) identifizieren

In einem ersten Schritt sollten Unternehmen deshalb ihr existierendes Anwendungsportfolio dahingehend überprüfen, welche Teile und Komponenten additiv hergestellt werden könnten und so einen Mehrwert generieren. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sollte vorrangig die Wertschöpfungskette aus der Perspektive der Kunden dieser Unternehmen sein. Gleichzeitig empfiehlt es sich, die Teileauswahl an zentralen Erfolgskriterien wie Leistungsfähigkeit, Kosten und Umsatz auszurichten. Entscheidend ist in dieser Phase die Beantwortung der grundlegenden Frage, ob Anwendung und neue Technologie überhaupt zusammen passen und die richtigen Werkstoffe zur Verfügung stehen.


Ausgangssituation: Heute gibt es weltweit Lagerbestände an Ersatzteilen im Wert von rund 10 Billionen US Dollar. Könnte man nur 5% dieser Ersatzteile über den Einsatz der additiven Fertigung ersetzen, so können Kosteneinsparungen von rund 500 Milliarden US Dollar erzielt werden.

Best Practice Beispiel: Der EOS Kunde Daimler EvoBus mit einem derzeitigen Bestand von mehr als 300.000 Ersatzteilen prüft derzeit, welche dieser Bauteile ggf. additiv gefertigt werden könnten.­­­­­­­­­­­­­­­­­­­

https://youtu.be/SMs_IPx-VOs


  1. Technologie-gerecht konstruieren und die Anwendung weiterentwickeln

Ist die richtige Anwendung für den Einsatz der additiven Fertigung identifiziert, geht es nun um die konstruktive Weiterentwicklung oder gar Neukonstruktion eines Bauteils. Dabei muss zur Erreichung bestmöglicher Ergebnisse für das zu produzierende Bauteil eine technologie-gerechte Konstruktion sichergestellt werden. >>> …

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Über den Autor

Dr. Adrian Keppler, EOS GmbH, Electro Optical Systems GmbH, Krailling bei München

Dr. Adrian Keppler wurde im Juni 2017 zum CEO der EOS GmbH bestellt. In dieser Rolle übernimmt er die Verantwortung für die Umsetzung der EOS Strategie. Gemeinsam mit Dr. Tobias Abeln (CTO) und Eric Paffrath (CFO) führt Dr. Keppler das operative Geschäft der EOS GmbH.