Internetriesen drängen in den Bankenmarkt

Das Bangen von Banken vor den Internetriesen Google, Amazon, Facebook und Apple ist begründet, wie eine aktuelle Studie von YouGov zeigt. Doch es sind nur einige der Finanzprodukte, die besonders bedroht sind.

Dass aktuell Fachleute und Medien nicht nur darüber diskutieren, ob sondern auch wann die Internetriesen Google, Amazon, Facebook und Apple (kurz GAFA) sich im Bankensektor etablieren wollen, wird von den Finanzinstituten mit großer Sorge betrachtet, auch wenn es bisher kaum Eingang in die eigene Strategieentwicklung gefunden hat.  Verwunderlich ist das nicht, zählen die digitalen Giganten doch zu den kundenreichsten Unternehmen der Welt. Mit dem eigenen Angebot von Finanz- und Versicherungsprodukten würden sie in direkten Wettbewerb zu Banken und Versicherungen treten.

Für klassische Anbieter von finanz- und Versicherungsdienstleitungen ist eine Frage jedoch von noch größerer Bedeutung als das konkrete was und wann: Wie stehen die Konsumenten entsprechenden Angeboten gegenüber? Sind sie offen für Produkte wie etwa Girokonto, Kredit und Co. bei GAFA? Eine aktuelle YouGov Profiles-Analyse offenbart, dass Banken einen Markteintritt der Daten-Riesen nicht missachten dürfen. Zwar ist der Großteil der Deutschen (71 Prozent) gegenwärtig (noch) nicht offen für einen Abschluss bei GAFA, aber immerhin jeder Fünfte (22 Prozent) kann sich grundsätzlich vorstellen, Finanz- und/oder Versicherungs-Produkte bei einem oder mehreren dieser Unternehmen in Anspruch zu nehmen. Spannend ist auch, dass gerade mal 8 Prozent keine Meinung haben und „Weiß nicht / keine Angabe“ als Antwort wählten. Dies zeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung eine klare Vorstellung von der Thematik hat. Für Banken ist es damit umso wichtiger, die Interessen und Bedürfnisse ihrer Kunden zu kennen, um diese über passende Angebote und Serviceleistungen zu binden.

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Über den Autor

Andre Soldwedel, Lisa Inhoffen, YouGov Deutschland, Köln