Parkplatz finden mit Künstlicher Intelligenz

Predictive and real-time parking information:

Wer träumt nicht davon, wenn er mit dem Auto in eine der größeren Städte fährt, zeitnah auch einen freien Parkplatz zu finden. Denn die Wirklichkeit sieht anders aus. Mögliche Parkgelegenheiten mögen sogar bekannt sein; dennoch ob sie bei Eintreffen auch tatsächlich frei sind,  ist dann doch Glücksache.

Start als Studentenprojekt

Das haben sich die Gründer von AIPARK (Julian Glaab und Matthias Natho) gedacht, als sie 2015 noch als Studenten an der  TU Braunschweig am Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund eine prototypische App entwickelten, welche Autofahrern die Parkplatzverfügbarkeiten an ihrem Ziel anzeigt.

Entwicklung der Prediction Engine und Mapping Engine

Schon im folgenden Jahr entwickelten sie dann die Softwaremodule Prediction Engine und Mapping Engine, die Machine Learning einsetzen, um Crowdsensing Daten, Bildbefahrungsdaten und Luftbilder zu analysieren und eine flächendeckende dynamische Parkplatzkarte zu erzeugen.

Veröffentlichung einer Cloud Plattform

Mit der Veröffentlichung der ParkingCloud® Plattform, die existierende Mobilitätsdienste auf allen vernetzten Plattformen mit dynamischen Parkbelegungsdaten erweitert (Connected Cars, Apps und Verkehrsmanagement) war im November 2017 schließlich auch die praktische Umsetzung erreicht. Im August 2018 verzeichnet nun die ParkingCloud® bereits über 1 Mio. monatlich aktive Nutzer über B2B Partner (Volkswagen, Deutsche Bahn etc.).

Eine App greift dazu auf eine Datenbank mit mehr als 60 Millionen Stellplätzen zu, die über die Smartphones von fünf Millionen Nutzern ständig aktualisiert wird. Berücksichtigt werden beispielsweise Öffnungszeiten von Parkhäusern, Verkehrs- und Wetterdaten sowie Ampelphasen. Eine künstliche Intelligenz leitet daraus dann Empfehlungen für den nächstgelegenen freien Parkplatz ab. Nach Angaben des Unternehmens ist die Suche nach einem Parkplatz für bis zu 30 Prozent des Verkehrsaufkommens verantwortlich.

Da ist es eigentlich fast selbstverständlich, jedoch eine große Anerkennung, dass das Unternehmen auf der diesjährigen Cebit aus den Händen von Anja Karliczek, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, den Cebit Innovation Award überreicht bekam. Dabei sagte die Umweltministerin: “Die Technologie von Aipark schont nicht nur die Nerven von Autofahrern, sondern auch die Umwelt.

Siehe hierzu auch:

>>> ParkingVision

>>> ParkingCloud

>>> ParkingSensor

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Redaktion