Bambus für Fahräder und E-Autos: riesiges Marktpotenzial

Neue Märkte in Sicht

Bambus ist ein sehr robuster und leichter Werkstoff, der den Vorteil hat, durch sein schnelles Wachstum und seine Umweltfreundlichkeit besonders nachhaltig zu sein. Bisher wird er für Geschirr, Möbel und Fußböden verwendet, um nur einige der traditionellen Verwendungen zu nennen. Aber auch für Kinderwägen und Fahrräder sind aufgrund seiner technischen Eigenschaften neue Einsatzmöglichkeiten entstanden. Zum Beispiel erfordert die Entwicklung in der E-Mobilität extrem leichte Werkstoffe, um die Energiekosten besonders niedrig zu halten. Die Frage stellt sich, inwieweit Bambus dem Aluminium und dem Graphit aus technischen und wirtschaftlichen Gründen den Rang ablaufen kann. In jedem Fall wird dem Bambus ein riesiges Marktpotenzial prognostiziert.

Traditioneller Gebrauch

Noch vor einigen Jahren war Bambus in Deutschland als pflegeleichte, exotische Zierpflanze bekannt, die man – einmal im heimischen Garten gepflanzt – nur schwer unter Kontrolle bringen konnte. Heute begegnet uns der Werkstoff immer häufiger im Alltag. Neben Schneidbrettern aus Bambus, die so hart sind, dass die Messer stumpf werden, finden wir in der Küchenabteilung Geschirr auf der Basis von Bambusfasern. Wohnungen werden mit Bambusparkett ausgelegt und mit Baumbusmöbeln bestückt. Socken und sonstige Kleidungsstücke aus Bambusgarn reduzieren den Körpergeruch. Die Zahl neuer Produkte aus Bambus wächst stetig.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Gemein ist diesen Produkten, dass sie für ihre Nachhaltigkeit beworben werden. Das Image des schnell nachwachsenden Naturprodukts ist so hervorragend, dass jeder Bambusanteil in Konsumgütern marketingwirksam herausgestellt wird.

  • Umweltorganisationen und Wissenschaftler im Bereich der nachhaltigen Entwicklung bewerben die vielen Vorteile der Pflanze gegenüber herkömmlichen Werkstoffen.
  • Technische Universitäten forschen zu den Möglichkeiten der Verwendung von Bambus und schwärmen von dem riesigen Poten-zial in neuen Anwendungen.
  • Regionale Behörden in Schwellen- und Entwicklungsländern arbeiten in den Anbaugebieten in Asien, Afrika und Südamerika mit Nichtregierungsorganisationen zusammen und
  • in der internationalen Organisation „INBAR“ an der Entwicklung einer lokalen Bambus-Forstwirtschaft.

Riesiges Marktpotenzial

Der weltweite Markt für Bambusprodukte betrug im letzten Jahr 60 MRD $ (Quelle: INBAR) Der größte Produzent von Baumbusprodukten ist China mit einem Anteil von 50% am weltweiten Umsatz. Diesem umfassenden Interesse liegen insbesondere drei Faktoren zu Grunde:

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Über den Autor

Philipp Moritz, camboo, FH Aachen