Einkaufseffizienz ohne Verlierer

Im Gespräch mit Frank Gröner von der Staufen AG über deren Projekt beim Unternehmen PFISTERER, dem Spezialist für Energieübertragung und Energieverteilung ergaben sich wichtige Gesichtspunkte für das Zusammenspiel von Kosten- und Erfolgsmanagement: Der Name des Projekts gibt dessen Philosophie als auch deren Pragmatismus exakt wieder:  „Einkaufseffizienz ohne Verlierer“

Das Unternehmen PFISTERER gibt es seit 1921. Innovation sorgt seither für stetiges Wachstum. Ob Eisenbahnlinien, Hochspannungsleitungen oder unterirdische Stromnetze – wer heute an der elektrischen Infrastruktur vorbeifährt oder darüber hinweg, immer ist er dicht an den Produkten von Pfisterer. Viel Energie fließt bei Pfisterer seit einigen Jahren in ein internes Projekt. Es geht darum, die Einkaufskosten zu senken, ohne die Lieferanten zu sehr unter Strom zu setzen.

Senkung der Einkaufskosten als Ziel

Pfisterer hatte sich mit der Reduzierung der Einkaufskosten um 9 Prozent ein höchst ambitioniertes Ziel gesetzt. Und konnte es deutlich übertreffen. Schon zwei Jahre nach Projektstart erzielte das Unternehmen im Einkauf Einsparungen von rund 13 Prozent. Damit einher ging ein echter Kulturwandel: Transparenz, eine effiziente Struktur nach Lean Prinzipien und insgesamt eine Aufwertung des Bereichs im Unternehmensgefüge.

Digitalisierung des Shopfloor Management

Damit verbunden wurde schließlich auch die Planung zur Digitalisierung des Shopfloor Management. Ziel ist ein visuelles Projektmanagement, das mit dem ValueStreamer des Beratungsunternehmens Staufen AG umgesetzt wird. Dies soll eine noch größere Transparenz und verbesserte Regelkommunikation über alle Standorte hinweg ermöglichen.

Peter Hommel, ehem. COO von Pfisterer sagte: “Wir wollten keine neuen Einkäufer ins Haus holen, die mit der Brechstange vorgehen. Es ging uns viel mehr darum, dass Einkaufspotenzial nachhaltig zu optimieren.”

Und Dirk Mayer, Director Global Procurement von Pfisterer bestätigte: „Mit dem ValueStreamer kann ich mir in Echtzeit einen Überblick verschaffen und an allen Shopfloor Meetings weltweit teilnehmen“

Über die Erfolgsfaktoren besteht Einigkeit:

  • Die Bereinigung der Datenbasis als Grundlage einer schlanken

Einkaufsstrategie

  • Qualifizierung der Mitarbeiter
  • Die Entwicklung eines aktiven Lieferantenmanagements
  • Eine Unternehmensführung, die vom Projekt überzeugt und aktiv eingebunden ist und die
  • Einführung eines virtuellen Shopfloor Management

Siehe hierzu das gesamte Praxisbeispiel

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Über den Autor

Frank Gröner, Partner, STAUFEN AG, Köngen