Future Digest Mobility

Autos sollen menschliches Denken lernen

| Roy Uhlmann der Gründer von Motor AI in Berlin ist davon überzeugt, dass es nicht nötig ist, autonome Fahrzeuge über Millionen oder sogar Milliarden Kilometer zu trainieren, um am Ende die Autos auf die Straße lassen zu können. Waymo (Google), Aurora (Hyundai, Kia, Fiat Chrysler) und Argo (Ford,Volkswagen) Allein Waymo hat seit 2009 mehr als 16 Millionen Kilometer auf echten Straßen und weitere elf Milliarden Kilometer in Simulationen zurückgelegt, bis die Robo-Taxis der Alphabet-Tochter in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona auf die Straße durften.

Roy Uhlmann will das Auto mit Intelligenz ausstatten.  Er setzt dabei auf kognitive Neurowissenschaften, ein Spezialgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Sie soll im Auto reproduzierbare Echtzeit-Entscheidungen nach dem Vorbild des menschlichen Hirns treffen können. Die Algorithmen von Motor AI sollen ohne Trainings auskommen, was Testfahrten überflüssig macht. Und sie sollen Kraft ihrer Intelligenz auch komplexe Situationen meistern, wie der Gründer sagt. Auch strebt Uhlmann die höchsten Selbstfahr-Standards (Level 4 und 5) an.

Siehe hierzu:

German Certifiable Autonomous Driving

Dieser Gründer will Robo-Taxis menschliches Denken beibringen

Künstliche Intelligenz ermöglicht autonomes Fahren

12.8.2019 | Auf dem Weg zum Autonomen Fahren sind vernetzte Rechensysteme erforderlich, die autonome Fahrzeuge mit einem begrenzten Energiebudget steuern. Während diese KI-Systeme offline angelernt werden, müssen sie später die Sensordaten im Fahrzeug in Echtzeit verarbeiten.

Das Startup Recogni arbeitet mit hochkarätigen Partnern an Lösungen

Autonome Fahrzeuge haben heute das Limit der Verarbeitungseffizienz ihrer Prozessoren erreicht. Deshalb fokussiert sich das Startup-Unternehmen Recogni, an dem unter anderem GreatPoint Ventures, Toyota AI Ventures, BMW iVentures, Faurecia und DNS Capital und auch Fluxunit, die Venture-Capital-Einheit von Osram beteiligt sind, auf die Entwicklung leistungsstarker KI-Prozessoren mit niedrigem Energieverbrauch, um so autonome Fahrzeuge Realität werden zu lassen.

Das 2018 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf die Verarbeitung von Sensordaten für teilautonome Fahrzeuge. Recogni will die Umgebungswahrnehmung autonomer Fahrzeuge in Echtzeit und bei geringem Stromverbrauch gewährleisten. Die Gründer des Unternehmens kommen aus den Bereichen Systemdesign, Künstliche Intelligenz, Machine Vision und Chip-Design.

Siehe hierzu: Osram investiert in Recogni

Mobilität und Klimawandel

12.8.2019 | Erschütternd, wie im ARD/Phoenix Presseclub vom Sonntag Patrick Bernau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Marlene Weiß, Süddeutsche Zeitung, der designierte Chefredakteur von “Bild der Wissenschaft” mit Volker Herles über den Klimawandel und hier auch über die könftige Mobilität diskutiert haben. Wäre da nicht die freie Journalistin Kathrin Hartmann mit harten Fakten und nicht wie Bojanowski mit blumigen Ausreden präsent gewesen, dann hätte sich ein trauriges Bild ergeben. Nicht die einzelnen Menschen, auch nicht unsere Politiker sind am Klimawandel schuld, sondern die Unmöglichkeit, internationale Regelungen zu treffen und sie durchzusetzen. Dabei sind wir durchaus in der Lage, vieles selbst in die Hand zu nehmen.

Was wir tun können

Die freie Autorin Kathrin Hartmann hat mutig und sympathisch erläutert, wie die Reorganisation der Mobilität einen erheblichen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten könnte, wenn denn Politik, Wirtschaft und Kommunen sich an einen Tisch setzen würden. Marlene Weiß, SZ, hat sie daran bestärkt. Einigkeit bestand daran, dass es durchaus noch möglich ist, den Klimawandel zu stoppen.

Mobilität kann neu erfunden werden

Die nordischen Länder und die Schweiz machen es uns längst vor. Deutschland ist weit davon entfernt Trendsetter zu sein und eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Unsere technologische und wirtschaftliche Stärke sollte dies möglich sein. Mut macht, was Martin Randelhoff, der Herausgeber der Plattform “Zukunft Mobilität”, z.B. übererneuerbaren Strom im Verkehr sagt: “Für den Einsatz erneuerbaren Stroms im Verkehrssektor stehen mehrere Technologien zur Verfügung: der direkt-­elektrische Antrieb, der Brennstoffzellenantrieb und der Verbrennungsmotor in Kombination mit synthetischen flüssigen oder gasförmigen Kraftstoffen (PtL, PtG). Jede einzelne dieser Antriebsarten weist je nach Einsatzgebiet generelle wie spezifische Vor- und Nachteile auf. Diese erstrecken sich von der Nutzung und dem damit einhergehenden Komfortgrad insbesondere auf unterschiedliche Kosten, Energiebedarfe, Energieeffizienzniveaus, Infrastrukturanforderungen und Rohstoffbedarfe sowie Wirkungen auf das Energiesystem. Es lohnt sich, sich mit seinen fundierten Überlegungenauseinanderzusetzen.

Siehe hierzu: Überblick über die Technologien der Antriebsarten

Holpriger Start für E-Scooter

11.8.2019 | In Deutschland hat man sich offenbar vor der Zulassung bzw. Einführung der neuen E-Scooter offenbar nicht mit den Problemen beschäftigt, die andere Länder und Städte schon kennen. Zwar hat man sich lange Gedanken darüber gemacht, ob die Scooter einen Blinker benötigen, aber nicht, wie man mit der Masse der Fahrzeuge und dem Nutzverhalten der Kunden umgehen will.

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