Neue Geschäftsmodelle nach Corona

Vielleicht gibt es Zeiten, die besonders prädestiniert dafür sind, dass neue Geschäftsmodelle entstehen. Wir haben erlebt, dass  die digitale Transformation und die rasche Verbreitung von künstlicher Intelligenz in kurzer Zeit nicht nur Unternehmen, sondern auch deren Produkte, Dienstleistungen, deren Marketing und schließlich auch deren Geschäftsmodelle verändert haben. So sind beispielsweise Buchungssysteme, Dating-Seiten und Plattformen ebenso entstanden, wie der Online-Handel für kleine und mittlere Unternehmen. 

Die Corona-Welle überrollt die Welt

Doch nun werden wir vom Coronavirus schockiert und alarmiert. Vergewissern wir uns: Erst im Dezember letzten Jahres gab es die COVID 19-Explosion in Wahun in der VR China. Im Februar traten in Europa erste Fälle auf. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Infektionszahlen explodierten. In Deutschland zunächst moderat und vereinzelt. In Italien, später in Spanien heftig und mit extrem hohen Todeszahlen. Dann in den USA, deren tumber Präsident die Entwicklung nicht sehen wollte. Und in Großbritannien steht eine von der Untätigkeit eines unfähigen Premiers verursachte Todeswelle erst noch bevor, die nach Einschätzung angesehener Mediziner alles bisher gesehene übertreffen wird.

Endlich kommen Maßnahmen

Und schließlich hat die Politik die Notbremse gezogen. Ausgangsbeschränkungen, Ausgangsverbote wurden erst zaghaft, dann immer konsequenter eingeführt. Das öffentliche Leben kam weitgehend zum Stillstand. Die Menschen blieben zuhause, die Produktions- und Dienstleistungsprozesse verlagerten sich – wo immer möglich – ins Netz.

Bisherige Trends verstärken sich

Amazon und mit ihm der Online-Handel haben extreme Zuwächse zu verzeichnen. Die Mobilität ist – staatlich verordnet – heruntergefahren worden. Die globale Transformation scheint durch die Quasi-Stilllegung des Luftverkehrs nun möglich. Die Lernprozesse werden durch Skill Management im “Schul-Office zuhause” auf ein neues Qualitätsniveau gehoben. Plattformen wie Zoom, Slack und andere haben sich virenartig verteilt. Ja, es gibt auch gute Viren! Und die Kongress- und Messewelt hat sich – auch durch unsere Plattform – virtualisiert.

Wert- und Profitorientierung im Gleichgewicht

Im Ergebnis heißt dies: niedrigere Kosten, mehr Inhalte und Kommunikation und trotz Virtualität wieder mehr Besinnung auf das Menschliche, auf Werte und Notwendigkeiten.

Ein Beispiel von gesellschaftlicher Relevanz: In Alters- und Pflegeheimen, die wegen Covid19 nicht mehr besucht werden können, verbinden Smartphones oder Tablets mit Ton und/oder Bild die alten Menschen und die Besucher. Und: Nach Corona wird Medizin und Pflege einen höheren Stellenwert haben. Gesellschaftlich und finanziell.

Impulse für die Zukunft

Der Zukunftsmonitor hat Themengebiete ausgemacht, die prädestiniert sind für neue Geschäftsmsodelle und liefert einen Werkzeugkasten mit, der geeignet und inspirierend ist für Unternehmen, NGOs und ihre Berater:

Die Themengebiete:

New Work

New Mobility

Nachhaltigkeit

Globale Transformation

New Learning

und vieles mehr

Geschäftsmodelle, mit denen neue Absatzpotenziale erschlossen werden können, stehen meist am Ende eines kreativen Prozesses. Es geht um Innovation und häufig auch um die Aufgabe eingefahrener Denkmuster und Prozesse. Krisen beschleunigen diesen Prozess. Die Corona-Krise allemal.

Hackathon für neue Lösungsmuster

Ein Beispiel ist der Hackathon-Prozess der Bundesregierung, der am Wochende 21./22. März 2020 von ihr organisiert und gefördert wurde. Es war der wohl weltweit größte virtuelle Hackathon, der unter dem Namen #WirvsVirus stattfand. 27 000 Freiwillige arbeiteten in fast 1500 Projekten, die gegen die gesellschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus helfen sollen.

Dennoch zeigt die Praxis, dass die Erarbeitung neuer Geschäftsmodelle auch viel mit Handwerk zu tun hat. Schließlich gibt es Bausteine, die zu neuen Sets zusammengestellt werden können. Es ist nicht so schwer, sich neue Geschäftsmodelle auszudenken und sie dann zu realisieren.

Der Werkzeugkasten:

Für unsere Abonnenten und Mitglieder gibt es eine detailierte Anleitung für ein erfolgreiches Vorgehen und ein Rating-System für die Beurteilung von neuen Geschäftsmodellen.

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Über den Autor

Dr. Peter Braun, Kognos Institut