Auswirkungen der Corona-Pandemie in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht

Die Corona-Pandemie wird wahrscheinlich auch langfristig zu Veränderungen der Arbeitswelt, der Art des Arbeitens, den Orten des Arbeitens und der Zusammenarbeit von Menschen führen. Auf der betrieblichen Ebene wird dies zu notwendigen Anpassungen kommen müssen. Gleichzeitig werden sich aber auch Kundenbeziehungen ändern. Bereits heute ist erkennbar, dass Unternehmen, die in den letzten Jahren die digitale Transformation ihrer Arbeits- und Produktionsweisen sowie ihrer Beziehungen zum Kunden verschleppt haben, durch die Auswirkungen der Pandemie deutlich negativer betroffen sind als Unternehmen, die die digitale Transformation schon aktiv begonnen hatten. Corona wird damit auch ganze Branchen und Geschäftsmodelle auf Dauer ändern. Wie sich dies schließlich volkswirtschaftlich auswirkt, ist im Moment noch nicht absehbar.

In gemeinsamer Herausgeberschaft mit der Bertelsmann Stiftung, dem MÜNCHNER KREIS e.V. und der TUM Campus Heilbronn gGmbH hat die ITM Beratungsgesellschaft mbH und Innovationszentrum für Industrie 4.0 GmbH & Co. KG die „Studie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht“ erstellt.

Es handelt sich um eine Begleitstudie zu der im Juni 2020 veröffentlichten Zukunftsstudie Leben, Arbeit, Bildung 2035+. 211 der bereits im Rahmen der Hauptstudie befragten ExpertInnen für Digitalisierung, Technologie und Künstliche Intelligenz nahmen an der durchgeführten Sondererhebung teil. Inmitten des landesweiten Shutdowns wurden sie gebeten, gesondert auf die durch die Pandemie zu erwartenden mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf die Arbeitswelt einzugehen.  Hier wichtige Ergebnisse für die Wirtschaft (Auszug):

Branchen – Gewinner und Verlierer

Auf die Frage nach Branchen, die als Gewinner oder Verlierer aus der Corona-Zeit hervorgehen werden, zeigt sich eine Dreiteilung in den Experteneinschätzungen. Während die Branchen IT und Telekommunikation, Gesundheit und Chemie/ Pharmabranche im Wesentlichen und mit überwältigender Mehrheit als Gewinner betrachtet werden, werden die Branchen Kultur/ Kulturwirtschaft, Tourismus/ Freizeit, Automobil, Gastronomie und Luftfahrt als langfristige Verlierer gesehen.

Teilweise gemischtes Meinungsbild

Das Meinungsbild hinsichtlich der Gruppe Bildung, Transport/Verkehr, Versicherungen und Banken zeigt sich hingegen gemischt. Während im Sektor Bildung 55% der Befragten die Branche als Gewinner der Krise einschätzen, sehen 11% sie klar als Verlierer. In den Bereichen Transport und Versicherungen erwarten ein Viertel der Befragten die Branchen als Gewinner, bei den Banken sind es immerhin noch 14%. Doch auch über 30% negative Einschätzungen treffen die Sektoren Transport und Banken, während es für die Versicherungen nur 16% sind.

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Über den Autor

Dr. Ole Wintermann, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Senior Project Manager, Programm Unternehmen in der Gesellschaft
Kurzvita: Studium Volkswirtschaftslehre (Diplom) Kiel, Greifswald, Göteborg; Promotion Philosophie, Politikwissenschaft: Vom Retrenchment zur Krisenreaktionsfähigkeit - Ein empirischer Vergleich der Wohlfahrtsstaaten Schweden und Deutschland 1990–2000 (01.2005); Sprache(n) Deutsch, Englisch, Schwedisch;
Publikationen: Elemente einer nachhaltigen Haushaltskonsolidierung; Erfolgreiche Budgetkonsolidierungen im internationalen Vergleich