Revolution in der Softwareentwicklung von Mikrochips

„Im Prinzip werden Mikrochips seit ungefähr 30 Jahren gleich entwickelt. Methodisch hat sich bisher wenig verändert. Nun bietet unser Unternehmen eine neue Methodik für die Entwicklung von Chips, um auf diese Art und Weise die Entwicklung nachhaltig zu beschleunigen.“ So Dr. Tobias Ludwig, Geschäftsführer von LUBIS EDA. Das Startup hat sich dieser Aufgabe verschrieben und rechnet mit einer Kostenersparnis für seine Kunden von bis zu 500.000 € pro Chip.

Die Innovation: Eine Software verkürzt die Mikrochip-Entwicklung

LUBIS EDA ist ein Deep-Tech Software-Startup. Kern der Innovation ist eine revolutionäre Methodik, die in über 15 Jahren Forschung und Entwicklung entstanden ist. Die Erstellung von digitalen Modellen der Mikrochips (Design) ist ein essenzieller, aber besonders kritischer Schritt. Sind nämlich noch Fehler im Design, so übertragen sich diese in die physische Produktion und letztendlich auf den Mikrochip selbst.

LUBIS EDA unterstützt und beschleunigt diesen Schritt durch eine neuartige, automatische Generierung verschiedener Komponenten. Durch die Software werden Mikrochips schneller zur Marktreife gebracht, was speziell im Bereich der Chipentwicklung sehr relevant ist, da die Branche sehr Time-To-Market getrieben ist: Der Chiphersteller, der sein Produkt als erstes auf den Markt bringt, kann den größten Teil des Profits ausschöpfen.

LUBIS EDA setzt bei seinem Produkt insbesondere auf Anwenderfreundlichkeit und eine intuitive Nutzung. Dadurch soll die Komplexität der Chipentwicklung für den Endanwender reduziert werden. Wie das Tool aussieht, zeigt LUBIS EDA in einem Video.

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Abb: LUBIS EDA -Das Softwareprodukt in der Anwendersicht

Die Vision: Beschleunigung, um Mikrochip-Innovationen schneller zu realisieren

Die Entwicklung und Verfügbarkeit von Mikrochips werden in Zeiten der Digitalisierung zunehmend wichtiger. Innovationen sind nötig und deren schnelle Umsetzung erforderlich. Dies erfährt insbesondere die Automobilindustrie derzeit besonders stark: durch Mikrochip-Engpässe können Fahrzeuge nicht produziert oder nicht ausgeliefert werden. Weitere Trends sind auch Künstliche Intelligenz (KI), Edge Computing oder mobile Endgeräte, die alle auf immer bessere und komplexere Mikrochips setzen müssen.

Um diese Vision zu realisieren sind die Gründer auf der Suche nach weiteren Pilotkunden. Zwei Pilotkunden konnten bereits gewonnen werden, die die Innovation und deren Reichweite testen möchten. Hierdurch können wertvolle Referenzen geschaffen werden, die auch andere Chipentwickler von dem Mehrwert der LUBIS EDA Software überzeugen.

Der Zielmarkt: Chipentwickler wie Apple, Infineon, Intel, NVIDIA und AMD

Zu den möglichen Kunden zählen alle großen und kleinen Entwickler von Mikrochips, die auf einen hohen digitalen Anteil setzen.  Die Software wird innerhalb der Firma von denjenigen, die mit dem Design und der Verifikation des Mikrochips beauftragt sind genutzt. Das Design bezeichnet hierbei ein digitales Modell des Chips, welches man z.B. simulieren kann. Dabei besteht konkreter Kontakt zu Nutzergruppen, die sich in der digitalen Welt der Entwicklung befinden, wie Systemarchitekten, Design- und Verifikationsingenieuren. Die Verifikation knüpft an das Design des Chips an und prüft das Design auf Fehlerfreiheit. Durch die Innovation aus der Forschung kann LUBIS EDA garantieren, dass die erstellten Dokumente mit ihrer Software vollständig und fehlerfrei funktionieren.

So geht es weiter: Erste Pilotkunden und Investoren

Die Gründung der LUBIS EDA GmbH mit Sitz in Kaiserslautern wurde im Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen. Ein weiteres Ziel für 2021 ist es die beiden Pilotprojekte erfolgreich abzuschließen, um die Software von LUBIS EDA im industriellen Flow zu erproben. So soll Feedback für die nächsten Projekte generiert werden. Weitere Gespräche mit weiteren interessierten Pilotkunden werden bereits geführt.

Das Team geht diese Meilensteine mit dem Wissen an, dass ihr Tool weiterentwickelt werden muss und die Entwicklung einer Software nie aufhört. Im Jahr 2022 steht für sie ganz klar der erste Großkunde im Fokus. Tobias Ludwig und sein Team möchten ihr Tool per Downloadlink anbieten, den der Kunde sich herunterlädt und nach einem Schulungstag einsetzen kann. Nutzerfreundlich und unkompliziert. Wie sich die Software bei den Unternehmen integrieren lässt, wird anschaulich in einem Video dargestellt.

Zur Unterstützung des Markteintritts und weiterer Kundenprojekte befindet sich das Team derzeit auf der Suche nach Investoren, die die Relevanz des Themas verstehen und visionär in die Zukunft denken.

Die Zukunft: Jetzt bereits die Weichen stellen

Um auf eine rege Nachfrage des Marktes reagieren zu können und dementsprechend das Unternehmen weiterzuentwickeln, setzt das Team bereits jetzt auf Skalierbarkeit. Interne Prozesse und auch das Geschäftsmodell sollen so aufgebaut werden, dass eine schnelle Skalierung stattfinden kann.

Nachdem die ersten erfolgreichen Referenzen geschaffen wurden, soll das Team vergrößert und ausgebaut werden. Insbesondere um eine Internationalisierung der Software voranzutreiben.

Siehe hierzu:

https://lubis-eda.com/

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AUTOR/-IN

Dr.-Ing. Max Birtel | LUBIS EDA