01. Sep 2016
Zukunftsmanagement, Future Advisory

Cross Innovation - branchenübergreifend quer denken

Laut Dr. Andreas Neef, Managing Partner von Z_punkt The Foresight Company, sind die Märkte der Zukunft nicht mehr mit den Innovationskonzepten von gestern zu erobern. Auch der Innovationsprozess in der Wirtschaft braucht Innovation. Einige der Neuerungen mit hohem Marktpotenzial zeichnet vor allem eines aus: Sie sind Ergebnis einer Kooperation von Industriebranchen, die bisher nichts miteinander zu tun hatten.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit gilt als der hoffnungsvolle neue Weg für mehr Innovationen mit großem Umsatzpotential. Bis zu 80 Prozent aller Innovationen basieren nämlich auf einer Neukombination bekannten Wissens. Unternehmen müssen das Rad also nicht jedes Mal neu erfinden.  

Eine Umfrage von Z_punkt unter 60 Innovationsmanagern von DAX-Unternehmen und großen deutschen Mittelständlern hat ergeben, dass zwar 79 Prozent der Unternehmen das Einbinden branchenfremder strategischer Partner als den wichtigsten Innovationsansatz der Zukunft betrachtet. Aber nur 14 Prozent der Unternehmen gehen diesen Weg bereits häufig. 

Andreas Neef nennt drei Prinzipien für branchenübergreifende Innovationsprojekte:

1. Die vorausschauende Innovation, die eine digitale, ökosoziale und schöpferische Transformation darstellt und auf eine lebensweltliche und globale Transformation zielt.

2. Die kooperative Innovation, die prinzipiell drei Wege kennt: Entweder adaptiert ein Unternehmen eine vorhandene Lösung aus einer anderen Branche oder es sucht für die eigene Lösung zusätzliche Anwendungsfelder in weiteren Branchen. Oder und dies stellt den Königsweg dar: Es wird ein gemeinsamer Innovations- und Entwicklungsprozess bereits ab der Frühphase eingeleitet, der von der Idee bis zur Vermarktung führt. Dafür gehen Partner aus unterschiedlichen Branchen eine Allianz ein, um ein für beide neues Geschäftsfeld zu erschließen.

3. Die disruptive Innovation, die von den Unternehmen fordert, das eigene Geschäft anzugreifen. Nokia hat es seinerzeit versäumt und die Autoindustrie hätte damit schon längst beginnen müssen.

Andreas Neef: Die neue Logik setzt nicht beim originären Produkt oder Service an, sondern geht von den Anwendungskontexten der Kunden und einem partnerschaftlichen Geschäftsmodell aus.

Siehe hierzu:  Net-Book, Kapitel 8.6.5: "Cross  Industry Innovation - branchenübergreifend quer denken"

 

 

 

 


 
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