Die Zukunft von Smart Home

von Thomas Rockmann, Vice President, Connected Home, Deutsche Telekom AG


Inhalt

Einleitung und Summary

Zehn Thesen zur Entwicklung des Smart Home-Markts

  • Im nächsten Jahrzehnt werden vernetzte Geräte unser Zuhause verändern.
  • Es geht um einen milliardenschweren Markt. Smart Home wird die Kundenbeziehungen grundlegend verändern.
  • Führende Martktteilnehmer müssen jetzt die Initiative ergreifen, um Smart Home voranzutreiben.
  • Um Verbraucher zu erreichen, müssen Unternehmen auf deren Bedürfnisse eingehen.
  • Der echte Mehrwert liegt im Angebot von Dienstleistung.
  • Der Markt ist nicht homogen und unterscheidet sich nach Regionen und Segmenten.
  • Unternehmen können Win-win-Partnerschaften schaffen. Kurz- und mittelfristig wird es keinen einheitlichen Standard geben. Herstellerübergreifende Plattformen werden erfolgreich sein.

Marktkontext

  • Der Markt heute
  • Warum jetzt?
  • Das Internet der Dinge
  • Unterschiedliche Märkte
  • Datenschutz und Datensicherheit

Geschäftsfelder

  • Sicherheitslösungen
  • Energiemanagement
  • Gebäudeautomation
  • Technischer Fern- und Vor-Ort-Service
  • Versicherungen
  • Notfalldienste, Fernwartung und Garantieservices
  • Ambient Assisted Living (AAL)
  • Datennutzung und -auswertung

Geschäftsmodelle

  • Gewinne aus Hardwareverkäufen
  • Services auf Basis von Bezahl- und nutzungsabhängigen Modellen
  • Dienstleistungsprodukte
  • Services
  • Kundenbindungsprogramme
  • Subventionsmodelle und Förderprogramme
  • Alternative Geschäftsmodelle

Marktattraktivität

  • Zehn Erfolgsprinzipien
  • Entwickeln von Smart Home-Angeboten
  • Qivicon: die Plattform der Deutschen Telekom
  • Hub:raum der Inkubator der Deutschen Telekom

Einleitung und Summary

Trotz riesiger Chancen, viel Skepsis

Immer mehr Unternehmen entdecken die Möglichkeiten, die das vernetzte Zuhause eröffnet. Die Anbieter umfassen die verschiedensten Branchen: Telekommunikation, Energieversorgung, Einzelhandel, Hausgeräte, Sicherheit und Bauwesen sowie Hausverwaltung. Die Marktführer aus vielen dieser Branchen sind derzeit dabei, Strategien zu erarbeiten, oder haben bereits erste Angebote auf den Markt gebracht. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Unternehmen, die noch keine Investitionen getätigt haben, da ihnen die Marktlage diffus und unklar erscheint. Sie verharren in einer abwartenden Haltung.

Verlässliche positive Prognosen

Die Prognosen der Branchenanalysten und die stärker werdende Aufmerksamkeit für das Thema führen jedoch dazu, dass immer mehr Unternehmen die enormen Chancen und Potenziale erkennen, welche Smart Home bietet. Bill Ablondi, Director, Smart Home Strategies (SHS) von Strategy Analytics schätzt dass es weltweit bis 2025 300 Millionen Smart Home-Haushalte gibt. Die Verfügbarkeit buchstäblich Tausender neuer, vernetzter Geräte zeigt, dass die wachsenden Möglichkeiten nicht länger nur ein Hype sind. Damit jetzt reales Wachstum generiert wird und ein Massenmarkt entsteht, sind Unternehmen gehalten, Barrieren zu überwinden und aktiv zusammenzuarbeiten. Die Marktteilnehmer müssen aufhören, isoliert zu denken, und anfangen, gemeinsam Systeme zu entwickeln, bei denen die Bedürfnisse des Verbrauchers im Mittelpunkt stehen! Außerdem müssen sie sich von einer Mentalität verabschieden, in der die Technologie nur um ihrer selbst willen besteht. Stattdessen ist es jetzt an der Zeit, darüber nachzudenken, wie der Smart Home-Markt attraktive Angebote für Kunden hervorbringen kann und durch neue und innovative Geschäftsmodelle entsprechenden Mehrwert für Kunden generiert werden kann. Die vorliegende Marktanalyse skizziert deshalb die Entwicklungsmöglichkeiten von Smart Home an Hand von zehn Thesen.

  • zeigt die Bestimmungsfaktoren für die Marktentwicklung, insbesondere durch das Internet der Dinge, auf. Bis 2020 wird es allein in Deutschland 100 Millionen vernetzte Geräte geben.
  • beschreibt die relevanten Geschäftsfelder, u.a. Sicherheitslösungen, Energiemanagement, Gebäudeautomation, Technischer Fern- und Vor-Ort-Service.
  • führt mögliche Geschäftsmodelle für unterschiedliche Branchen im Bereich Hard- und Software auf.

Erfolgsprinzipien

Ein Schwerpunkt sind die erarbeiteten Erfolgsprinzipien für etablierte und neue Marktteilnehmer, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung bzw. Erarbeitung

  • einer Kernstrategie,
  • von einfachen und überzeugenden Kundenangeboten,
  • von innovativen Geschäftsmodellen,
  • der Intensivierung bestehender und neuer Vertriebskanäle,
  • dem Aufbau eines eigenen Geschäftsbereichs
  • der Nutzung einer offenen Plattform bzw. eines Partner Öko-Systems
  • und dem möglichen Engagement an Entwicklungsgemeinschaften.

Nach Erfahrung der Deutschen Telekom sind für den Erfolg folgende zwei Faktoren ausschlaggebend: ein partnerschaftlicher Ansatz sowie eine gemeinsame technische Basis. Das Entwickeln von Partnerschaften und das Zusammenarbeiten auch über Branchengrenzen hinweg werden entscheidend sein, um für diesen neuen Markt Wachstum zu realisieren. Grundlagen für eine erfolgreiche Kooperation sind eine offene Architektur, die von der Telekom für ihre QIVICON Plattform entwickelt wurde, sowie die Nutzung der Open-Source-Software und 3rd-Party Developer Eclipse Smart Home.

 
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