Sharing Economy – Strukturstudie BWshare

von Wilhelm Bauer (Hrsg.), Helge Spindler, Simone Martinetz, Daniel Friz, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart


Inhalt

Ausgangslage

Zielsetzung und Kernfragestellungen

Fokus der Studie

Methodische Durchführung und Vorgehensweise

Kernbefunde der Gesamtuntersuchung

Handlungsbedarf

  • Regulierung einer Sharing Economy
  • Optionen für die etablierte Wirtschaft
  • Forschungsbedarf
  • Übergeordnete Aspekte

Auszüge aus den Ergebnissen der Online-Befragung 


Ausgangslage

Digitalisierung treibt „Sharing Economy“

Unter dem Etikett „Sharing Economy“ ist das Teilen von überwiegend privaten Gütern und Dienstleistungen ein aufstrebendes Geschäftsmodell. Getrieben und ermöglicht durch moderne digitale Technologien ist es Gegenstand fortschreitender Kommerzialisierung und auch ein potenzieller Wettbewerbsfaktor für etablierte Unternehmen. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat zum Thema „Sharing Economy“ die Strukturstudie „BWshare“ durchgeführt. Zielsetzung war, das Thema nicht in seiner ganzen globalen Breite zu analysieren, sondern das Phänomen „Sharing Economy“ bewusst unter dem Blickwinkel der etablierten Wirtschaft, die bis dato noch nicht allzu sehr mit der Sharing-Modellen in Berührung gekommen ist, zu erfassen. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde die Studie durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg gefördert.

Zielsetzung und Kernfragestellung

Die Studie soll aufzeigen, ob und inwieweit die bisherigen Konzepte und Ansätze der Sharing Economy Auswirkungen auf die etablierte Wirtschaft haben und welche heutige oder zukünftige wirtschaftliche Relevanz die Sharing Economy für etablierte Unternehmen aus deren Perspektive hat.

Etablierte Wirtschaft betroffen?

Inwieweit können Konzepte und Modelle einer gemeinschaftlichen Ressourcennutzung auch im industriellen und gewerblichen Bereich entweder als „Absatz-Projektionsfläche“ für angestammte Branchen dienen? Oder können Prinzipien der Sharing Economy darüber hinaus auch als Enabler für neue Geschäftsmodelle oder das Adressieren neuer Marktsegmente fungieren? Letzteres vor allem vor dem Hintergrund der Annahme, dass der Trend der Sharing Economy nicht zwangsläufig zu einem disruptiven Wandel in eben diesen angestammten Wirtschaftszweigen führen muss, sondern hier auch zu Diversifizierung und Erweiterungen in Form neuer Geschäftsfelder oder -modelle beitragen kann.

Nur Trendthema?

Ist die bisherige und die prognostizierte Entwicklung der Sharing Economy – im positiven wie im negativen Sinne – eher ein überzeichnetes Trendthema oder durchaus wirtschaftliche Realität in etablierten Branchen?

Zu diesem Zweck adressiert die Studie folgende Kernfragestellungen – mit Fokus auf etablierte klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der deutschen und  baden-württembergi-schen  Wirtschaft bilden:

  • Sehen traditionelle Unternehmen einen Nutzen oder Antrieb bzgl. der Anwendung von Mechanismen einer Sharing Economy als Wirtschaftsform?
  • Ist die bisherige und die prognostizierte Entwicklung der Sharing Economy – im positiven wie im negativen Sinne – eher ein überzeichnetes Trendthema oder durchaus wirtschaftliche Realität in etablierten Branchen?
  • Konzentrieren sich die Potenziale und Begleiterscheinungen der Sharing Economy auf typische Kernfelder wie Mobilität oder erwarten klassische Unternehmen ein Übergreifen dieser Konsum- und Wirtschaftsform auch auf andere Bereiche?
  • Sehen diese Unternehmen die Gefahr, dass die Wirtschaft hier ggf. einen relevanten Trend versäumt oder gar zu spät erkennt?
  • Sind B2C- oder gar B2B-Ansätze einer Sharing Economy als ernstzunehmende Geschäftsfelder und Zukunftsthemen strategisch relevant?
 
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