Industrie 4.0: Strategie für den Mittelstand

von Frank Reinelt, COO Smart Services & Solutions for SME eurodata AG


Inhalt

Vorbemerkung

Ausgangslage

  • Blick in die Glaskugel
  • 5 Minuten vor 12
  • Wertschöpfung steht im Fokus

Industrie 4.0 - nicht ohne den Mittelstand

  • Märkte im Wandel
  • Zauberwort Smart Services

5 Schritte zum Erfolg

  • Geschäftsmodell
  • Perspektive
  • Integration
  • Vernetzung
  • Märkte und Mitarbeiter

Umsetzung

  • Bauanleitung für digitale Geschäftsmodelle
  • Mut zur Disruption 

Vorbemerkung

Konzentration auf Chancen

Ist Industrie 4.0 nur ein neuer Hype, den man aussitzen kann oder sollte man sich damit beschäftigen? Das fragt sich derzeit manches mittelständische Unternehmen und beobachtet skeptisch, wie sich diese Entwicklung auf die eigene Firma und die betroffenen Arbeitsplätze auswirkt. Es empfiehlt sich jedenfalls, diesen Trend nicht zu ignorieren, sondern sich vielmehr auf die enormen Chancen, die Industrie 4.0 mit sich bringt, zu konzentrieren.

Ausgangslage

Internet of Things

In den letzten 10 bis 15 Jahren beobachten wir in allen Lebensbereichen einen anhaltenden Trend zur Digitalisierung. Das Internet und digitale, auf 4G Netzen und Glasfaserverbindungen basierende Infrastrukturen, haben den Grundstein gelegt und täglich kommen neue Dienste und Geräte hinzu. Man spricht dabei vom Internet der Dinge oder im Englischen vom „Internet of Things“ (IoT). Diese Veränderung ist Segen und Fluch zugleich: Bisweilen sind wir genervt durch die digitale Reizüberflutung, aber wir freuen uns auch über die Dienste, die uns helfen.

Blick in die Glaskugel

Defizite im Mittelstand Accenture hat in einer Umfrage bei Führungspersonen aus dem produzierendem Gewerbe ermittelt, dass 88% der Befragten noch nicht das zugrundeliegende Geschäftsmodell für das IoT verstanden haben und dass sie auch nicht wissen, welche Auswirkungen es für ihren Industriezweig haben wird. Kürzlich hat das World Economic Forum in einem Bericht des australischen CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) die Megatrends und die erwarteten Auswirkungen von Industrie 4.0 in ein konkretes Bild gegossen, das unsere Jobs im Jahr 2035 beschreibt.

Gravierende Veränderungen

Die Forscher gehen davon aus, dass unsere Umwelt weiter an Komplexität zunimmt und unsere Jobs immer höhere Qualifikationen von uns abverlangen. Autonomes Fahren beispielsweise wird dazu führen, dass der Taxifahrer der Zukunft von einem Kontrollzentrum aus, das Netzwerk der selbstfahrenden Vehikel-Flotte steuert und überwacht und Ähnliches könnte auch für Piloten von Flugzeugen oder Kapitänen von Schiffen gelten. Auch in der Gesundheitsbranche wird es weitreichende Veränderungen geben, sagen die Zukunftsforscher. Sie erwarten, dass es einen persönlichen Vorsorgehelfer geben wird, dessen umfangreiches Know-How dazu beiträgt, die massenhaft vorhandenen Gesundheitsdaten von Patienten zu analysieren, zu interpretieren und Empfehlungen auszusprechen.

 
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