Zukunftsmanagement und Art - Mehr Kreativität im Strategieprozess

von Dr. Peter Braun, Augsburg


Inhalt

Viva Arte Viva

  • Was kann Kunst?
  • Neue Welten entstehen lassen

Bestandsaufnahme und Disruption

  • Liliana Porter: El Hombre con el Hacha y otras situaciones breves (Arsenale)
  • Cody Choi und Lee Wan (Korea Pavillon): Hinter glänzenden Fassaden
  • Alicja Kwade: Mit dem Universum schmusen
  • Tracey Mofatt: Angst und Harmonie (Australien Pavillon)
  • Julian Charrières: Future Fossil Spaces 2017
  • Cinthia Marcelle: Kampf um Freiheit (Brasilien Pavillon)

Neue Strukturen finden

  • Sebastián Díaz Morales: Suspension
  • Erwin Wurm: One Minute Sculptures (Österreich Pavillon)
  • Anke Imhof: Untote Performance (Deutschland Pavillon)

Gestalten, was Nutzen stiftet

  • Sheila Hicks: All or Nothing at All
  • Òlafur Eliasson: Green Light mit Flüchtlingen
  • Ernesto Neto: Um Sagrado Lugar

Viva Arte Viva

Was kann Kunst?

Christine Macel, im Hauptberuf Kuratorin des Centre Pompidou in Paris feiert als Leiterin der 57. Biennale in Venedig die Freiheit der Kunst. Sie lädt zur Reise in die Traumwelt der Künstler ein. Angesichts der globalen Unordnung unserer Welt vertraut sie auf die Kraft des Utopischen. Künstler schaffen eigene, neue Welten und schöpfen aus ihrem Umfeld, ihren Erfahrungen, ihren Lebenswegen.

Die Künstler entwickeln, ohne dass sie sich oft dessen im Detail bewusst sind, Prozesse, an deren Ende ihr „Kunstwerk“ steht, das heute für sich gesehen kein fertiges „Kunstwerk“ im herkömmlichen Sinn ist, wie wir dies von Bildern gewohnt sind, sondern selbst wieder einen künstlerischen Prozess in Gang setzt, der den Betrachter in vielfältiger Weise miteinbezieht.

Der Strategieprozess in Unternehmen und Organisationen sollte diese künstlerische Komponente widerspiegeln. Neue Welten erträumen, erdenken, mit ihnen spielen, sie verwegen durcheinander mischen, könnte ein Startpunkt sein.

VIVA ARTE VIVA könnte zu VIVA FUTURA VIVA werden und Strategen zu Künstlern transformieren, die das Undenkbare denken, das noch nie Gefühlte fühlen, das noch nie Gemachte lieben und dabei ganz nebenbei das Bisherige, das Gewohnte, das Vertraute, das Traditionelle in einen neuen Zusammenhang bringen. Konstruktive Disruption, wie es auf der Biennale die koreanische Künstlerin Yeesookyung zeigt, wenn sie zerbrochene Vasen zu gewaltigen Kunstobjekten formt.

 
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